Gesund ernähren - Was tun, wenn das Geld nicht reicht?
Mit einer geringen Rente und/oder Transferleistungen ist das Geld knapp, dieser Umstand erschwert eine ausgewogene und somit eine dem Alter angemessene Ernährung.
Aus: https://www.der-paritaetische.de/themen/sozialpolitik-europa-klima/armut-und-grundsicherung/armutabschaffen/
Im aktuellen Bürgergeld-Regelsatz für einen alleinstehenden Erwachsenen sind knapp 200 Euro für Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke eingerechnet, d.h. ungefähr 6,50 Euro pro Tag. Das reicht laut Studien zwar aus, um satt zu werden, aber nicht um sich gesund zu ernähren.
Was tun? Es gibt Möglichkeiten, sich weitgehend gesund und nährstoffreich zu versorgen. Entscheidend sind eine gute Planung und die richtige Auswahl preiswerter Lebensmittel.
Wenig Geld – dennoch gesund!
1. Preiswerte Eiweißquellen nutzen
Gerade im Alter ist Eiweiß wichtig – günstige Optionen:
- Hülsenfrüchte (Linsen, Bohnen, Erbsen – getrocknet besonders preiswert)
- Haferflocken
- Eier
- Naturjoghurt oder Magerquark
- Tiefkühlfisch oder Hering
- Erdnüsse
2. Saisonale und regionale Produkte kaufen
Obst und Gemüse sind deutlich günstiger, wenn sie Saison haben.
Tiefkühlgemüse ist oft genauso nährstoffreich wie frische Ware, aber preiswerter und länger haltbar.
3. Selbst kochen statt Fertigprodukte
Fertiggerichte wirken bequem, sind aber meist teurer und weniger nährstoffreich.
Einfache Gerichte wie Eintöpfe, Suppen oder Aufläufe sind günstig und lassen sich gut in größeren Mengen vorkochen.
4. Angebote gezielt nutzen
- Wochenangebote vergleichen
- Eigenmarken wählen (Qualität oft gleichwertig)
- Größere Packungen kaufen und portionsweise einfrieren
5. Mahlzeiten planen
Ein Wochenplan hilft, Impulskäufe zu vermeiden und Lebensmittel vollständig zu verbrauchen.
6. Prioritäten setzen
Grundnahrungsmittel vor Leckereien und Snacks, also:
- Kartoffeln
- Nudeln
- Haferflocken
- Hülsenfrüchte Reis
7. Unterstützung in Anspruch nehmen
Aufgrund von Scham keine Hilfe suchen und/oder annehmen: Das nützt Ihnen nix, daher nutzen Sie die Angebote, die es gibt:
- kostengünstige Mittagstische besuchen
- Lebensmittel von der Tafel holen
- sich um Hilfe durch Stiftungen wie die Howe-Fiedler-Stiftung bemühen
- Prüfen, ob man Anrecht auf Unterstützung wie Wohngeld oder andere Leistungen des Staates hat
Unser Hör-TIPP zum Thema:
- Groschendreher Podcast: Gesunde Ernährung und Armut
- Groschendreher Podcast: Altersarmut im Alter
Quellen und weiterführende Links: