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Kommen Sie klar?  Bevölkerungsschutzkampagne Schleswig-Holsteins

Schleswig-Holstein appelliert an Selbstvorsorge

Die Aktion „KommKlar SH“ der Landesregierung ruft seine Bürger*innen  dazu auf, sich für den Ernstfall mindestens 72 Stunden zu versorgen. Was das genau für jeden Einzelnen  heißt, wird im folgenden Blogbeitrag erläutert.

Selbstvorsorge für 72 Stunden - solange soll jeder Haushalt „klarkommen“, wenn es zu einem Krisenfall kommt. Aber von welchen Notsituationen sprechen wir hier? Es gibt verschieden Szenarien, die das Leben auf den Kopf stellen. Darunter fallen Extremwetter oder Stromausfälle. Auch Angriffe oder Cyberattacken auf wichtige Infrastrukturen wie Wasser- und Gasversorgung oder Mobilfunknetze sind denkbar.

Eine dreitägige Eigenversorgung der Bevölkerung entlastet im Ernstfall das gesamte System. Zum einen den jeweiligen Haushalt und zum anderen die Einsatzkräfte, die dadurch Raum gewinnen, sich zunächst um die strukturierte Organisation der Krise zu kümmern und Prioritäten zu setzen.


Wie sollen Haushalte vorsorgen?

  • Essensvorrat für mindestens 72 Stunden: Der Vorrat sollte auf die eigenen Bedürfnisse abgestimmt sein (Allergien, Kinder, Haustiere). Die Lebensmittel sollten haltbar und keine oder nur eine kurze Garzeit benötigen.
  • Trinkwasser ist besonders wichtig, da die Wasserversorgung bei Stromausfall (wahrscheinlich) ausfallen wird: 2 Liter Wasser pro Person und Tag wird empfohlen.
  • Möglichkeiten für das Erwärmen von Speisen (zum Beispiel Campingkocher) beschaffen - bitte beachten, ob das Gerät für Innenräume zugelassen ist - ansonsten im Freien nutzen!
  • Wer auf medizinische Hilfsmittel und/oder Unterstützung angewiesen ist, sollte dafür einen Notfallplan erstellen ggf. Zusammenarbeit mit dem ambulanten Dienst.
  • Für sichere Licht- und Wärmequellen sorgen (zum Beispiel Taschenlampen) - Kerzen nur mit Vorsicht genießen.
  • Ein Kurbel-Radio liefert wichtige Informationen, wenn das Mobilnetz ausgefallen ist.
  • Zudem wird empfohlen, einen gepackten Notfallrucksack griffbereit zu haben.


Die Kampagne appelliert an die Eigenverantwortung der Schleswig-Holsteiner*innen. Das ist ein erster Schritt, aber nicht alle haben die Kapazität, eine entsprechende Vorsorge zu leisten. Seien es finanzielle Mittel, die knapp sind oder kleine Wohnungen, die keinen Platz für Vorräte und Ausrüstung bieten. Auch Menschen mit gesundheitlichen Problemen werden im Ernstfall auf Unterstützung angewiesen sein. Hier stößt das Konzept an seine Grenzen. 

Wie können Gruppen geschützt werden, die beispielsweise in sozialen Einrichtungen leben und pflegebedürftig sind? Darum wird es im kommenden Blog-Beitrag gehen.

Hier geht es zur vollständigen Kampagne:

Kampagne: Kommklar SH

Weiterführendes Material: